Die kleinen Jungen unter den Pariser Brücken
Aufgewachsen im Marktgeschrei, im Rotlichtviertel
Sie sahen nicht viel von der großen Welt,
aber die dunkle kannten sie nur allzu gut
Sie wollten nie viel, hatten nur Durst und Hunger
Und gingen jedes Jahr zu Weihnachten zu den Schaufenstern
Wussten nie genau, warum da bunte, blinkende Bäume waren
Aber doch wussten sie, dass sie gerne einen hätten
Ein jeder hatte seine eigene Geschichte,
keine von ihnen war besonders schön oder besonders neu
Aber es war ihre Geschichte, das einzige, was sie kannten
Und sie versteckten sie alle in ihrem Herzen
Eines Tages, dachten sie, sind wir alle groß
Laufen durch die breiten Straßen, mit Anzug und Krawatte
Sehen aus, als würden wir genau wissen, wohin wir gehen
Als ob die Welt sich eigentlich nur um uns dreht
Aber bis dahin liefen sie weiter
Durch Hinterhöfe und alte Gemäuer
Die Ratten blieben ihre allgegenwärtigen Freunde
Und zusammen schliefen sie den Schlaf der Gerechten.
Comments
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Oh. my.
Wow, this is so sad. Apparently, you finally found your muse again, and I'm glad about that.
And even in German, wow!
Back to the poem... As I said, really sad and touching, makes you wish you were there to help them... Thank you for posting this!
Keep on writing!
Annie



