Ein Blitz, gefühlt vom nackten Horizont
Tauft den Moment auf das Gesehene
Durchbohrt dich kalt, du schönster Schmetterling
Und hält dich gegen das Vergehende
Versiegelt scheinst du, hinter Nebelglas
Vernächtlicht, das bunteste Schillern noch
Verrosteter Zweifel schläft tief im Gefühl
Er sammelt sich rings um das Nadelloch
Bewegungslos reisend, durch fallenden Sand
Erstarrt wo die Zeit längst geflohen ist
Du blendest dich selbst, bis dich niemand mehr kennt
Zeigst ihnen nicht was an der Mitte frisst
Doch manchmal erinnert ein Flügel sich
An etwas, das jenseits der Schönheit lag
Dann scheint eine Sehnsucht durch Schleier und Glas
Und schafft es doch niemals zum Freiheitsschlag
Author notes
Geschrieben für einen Poetry Slam mit dem Thema Eitelkeit
